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Panik! Paranoia! Pupse!

Ich hab Worte XVI

In der beliebten Rubrik mit schicken neuen Worten gibt es drei Begriffe, die sicher jedem bekannt vorkommen. Weiterlesen

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Ich hab Worte: Zmegma

Eine geöffnete Wechselkopfzahnbürste. Im Zwischenraum zwischen Kopf und Griff hat sich eine weiße, bröckelige Masse angesammelt - Zmegma.

Widerlich, aber abspülbar.

Zmegma
Zmeg|ma (Subs.)
Rückstand aus Resten von Zahnpasta und abgeschabtem Zahnstein, der sich unter den Köpfen von Wechselkopfzahnbürsten sammelt. Ähnlich wie Smegma, nur mit Zahnstein und Fluorid.

Beispiel:
„Du Umweltsau!“ „Wieso?“ „Du benutzt keine Wechselkopfzahnbürste!“ „Alter, hast du dir schon mal angesehen, was sich da drin ansammelt?“ „Das nennt sich Zmegma und ist abwaschbar. Einfach hin und wieder rausnehmen und abspülen.“

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Ich hab Worte: Simpsonaler Synchro-Effekt

Ein weit geöffneter Mund einer Cartoon-Figur in typischem Simpsons-Gelb. Eine rote Zunge hängt aus einem Mundwinkel heraus.

Simpsonaler Synchro-Effekt Simp|son|al|er (adj.) Syn|chro-Ef|fekt (Subs.) Ein Satz oder ein Witz in einem synchronisierten Film scheint zunächst einmal keinen Sinn zu ergeben. Erst wenn der Zuschauer oder die Zuschauerin im eigenen Kopf eine Rückübersetzung vornimmt, wird das Wortspiel oder der kulturelle Zusammenhang ersichtlich. Eine andere Bezeichnung ist linguale Gag-Rückkopplung.
Benannt ist der SSE nach der US-Animationsserie Simpsons, deren Übersetzer zu oft beweisen, dass Deutsch keine wortspielaffine Sprache ist und nicht jeder Übersetzer über Sprachgefühl verfügt.

Beispiel:
„Hat die gerade einen Massenmörder gefragt, ob er für das Leben ist?“ „Ja, aber … Moment … »für das Leben« … »pro-life« … Ach so! Die hat ihn gefragt, ob er Abtreibungsgegner ist.“ „Ohne dich würden mir die ganzen Simpsonalen Synchro-Effekte entgehen.“ „Ich liebe dich auch.“

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Schock, googlenoider

Schock, googlenoider google|noider (adj.) Schock (Sub.):  Der Schreck, wenn der Userin oder dem User bekannte Namen – vielleicht sogar der eigene – bei der Googlesuche an einem fremden Rechner vorgeschlagen werden. Als Folge können Namensgooglenoia oder Egogooglenoia auftreten. Egogooglenoia ist die fast schon krankhafte Angst davor, jederzeit gegoogelt zu werden. Namensgooglenoia ist die Befürchtung, die eigene Google-Suchliste könnte zu aufschlussreich für Andere sein.

Beispiel: “Ich hab am Rechner von meinem Freund gesehen, dass jemand meinen Ex gegoogelt hat. Jetzt weiß ich nicht, ob er eifersüchtig ist oder ob ich vergessen hab, dass ich Johnny gesucht habe. Aber ich weiß nicht mehr, warum” “Du Ärmste, das war vielleicht ein googlenoider Schock.”

Clark Kent googelt seinen Namen

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Ich hab Worte: Mietglied

Der heutige Neologismus wird oft fälschlich für einen Schreibfehler gehalten. Dabei beschreibt er einen Ausübenden des ältesten Gewerbe der Welt. Obwohl ich mich immer frage, was Amöbenfressen mit Prostitution zu tun hat.

Mietglied Miet|glied (Subst.): Abfällige Bezeichnung für einen sich prostituierenden Mann.

Beispiel

“Boah, du bist doch echt ‘ne Mietgliedstochter!”

“Ich glaub’s ja nicht. Hast du gerade Hurensohn gegendert?”

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